Der „Blutring“ ist da!

Endlich ist es so weit: Mein neuer Roman, „Blutring“, wird ab Montag in den Buchläden liegen. Pünktlich zum Start gehen auch ein Trailer und eine eigene Website mit einem Gewinnspiel an den Start.

Das Buch spielt in Barcelona. Lola, Daniel und ihre Freunde müssen viele dunkle Geheimnisse lösen, die sie schließlich aus der Stadt hinaus bis ins Kloster Poblet führen. Ein mysteriöser Todesfall, die Welt der Kalé, der spanischen Roma, der „Vampir des Raval“, verborgene Bibliotheken und Türme und eine abgrundtiefe Höhle – das sind einige der Elemente, die im „Blutring“ auftauchen. Wer mehr wissen will: lesen!

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Mein neuer Roman

Ja, ja, ich weiß, zwischen Weihnachten 2014 und Oktober 2015 liegen ganze neun Monate, in denen sich hier mal wieder nichts getan hat. Und das wird sich auch in den nächsten Monaten nicht ändern, denn ich befinde mich gerade in der Endphase für meinen neuen Roman, der im kommen Frühjahr (also 2016) im Thienemann Verlag erscheinen wird.

Worum es geht, kann ich an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten, Ihr müsst euch also noch ein paar Monate gedulden. Ich bin ja froh, überhaupt die Zeit zum Schreiben gefunden zu haben, denn ich musste in diesem Jahr umziehen (vom Ruhrgebiet ins Rheinland) und außerdem einen neuen Verlag für meinen Roman „Das Wörterbuch des Viktor Vau“ finden. Beides ist jetzt abgeschlossen – wobei man einen Umzug ja nicht wirklich abschließt, denn es finden sich nach Jahren noch ungeöffnete Kisten, und irgendwie sucht man ständig nach irgendwelchen Dingen, von denen man weiß, dass man sie mitgenommen hat, aber nicht, wo sie gelandet sind.

Es ist merkwürdig, aber dasselbe gilt auch für den PC. Plötzlich suche ich nach Dateien, von denen ich genau wusste, wo ich sie abgespeichert hatte, aber da sind sie nicht mehr. Zum Glück habe ich mir vor kurzer Zeit eine mächtige Suchsoftware geleistet, und die findet Sachen an den unmöglichsten Orten. Aber eben auch nicht immer.

Ein neues Hobby habe ich auch entdeckt: Zur Entspannung klimpere ich jetzt häufiger auf einer Ukulele herum, ein Instrument, das ich nur jedem empfehlen kann, dem die Gitarre zu schwer zu greifen ist. Schon nach kurzer Zeit kann man auf einer Ukulele ganze Songs spielen, ein tolles Erfolgserlebnis. Vielleicht poste ich mal irgendwann ein Video dazu.

So, und jetzt wird weiter geschrieben …

 

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Ein Weihnachtsgeschenk

Als kleines Dankeschön für meine Leser gibt es in diesem Jahr erstmals ein Weihnachtsgeschenk für alle: eine Kurzgeschichte, die Anfang dieses Jahres in der Anthologie „Dark Crime II“ der Romantruhe erschienen ist.

Die Geschichte heißt „Das letzte Opfer“ und ist, wie der Name schon sagt, ziemlich düster. Sie ist also für jüngere Leser nicht geeignet – wenn Ihr also unter 14 Jahren alt seid und weiterhin ruhig schlafen wollt, lasst die Finger davon.

Ich wünsche Euch allen ein paar ruhige Festtage – und kommt gut ins neue Jahr! Für 2015 sind bereits einige Projekte in Arbeit, über die ich Euch rechtzeitig informieren werde.

 

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Lesungsnovember

Am Freitag habe ich meine diesjährige November-Lesereise mit zwei Lesungen aus dem „Schattensammler“ auf der Münchner Bücherschau abgeschlossen. Die Lesungen fanden im Gasteig in der Black Box statt, einem Raum, in dem mehrere Schulklassen Platz haben.

Buecherschau 2014

Buecherschau 2014

Es waren meine ersten Lesungen aus dem „Schattensammler“ vor einem jungen Publikum, und ich war entsprechend nervös. Es braucht immer etwa ein halbes Dutzend Lesungen, bis ich die optimale Auswahl an Texten und die richtige Kombination aus Bildern, Vorlesen und Erzählen gefunden habe. Aber es hat ganz gut geklappt.

Die Aufnahme in München war, wie immer, sehr freundlich; alles war perfekt organisiert, vom charmanten Hotel bis zur bereitgestellten Technik und der tollen Betreuung.

Das gilt übrigens auch für die Braunschweiger Jugendbuchwoche, bei der ich in der Woche zuvor 13 Lesungen an verschiedenen Schulen hatte. Wir waren mit einem Dutzend Autoren und Illustratoren in einem kleinen Hotel untergebracht und hatten nachmittags und abends jede Menge Gelegenheit, uns über unsere

Bücherschau 2014

Bücherschau 2014

Arbeitsweisen, Verlage, Agenten und Pläne auszutauschen. Dabei wurde auch eine tolle Idee geboren, über die ich jetzt aber noch nichts sagen darf – ein paar Monate müsst Ihr Euch noch gedulden.

In diesem Jahr war es das dann auch mit Lesungen. Jetzt kann ich mich wieder dem Schreiben und dem Entwickeln neuer Ideen widmen.

Gerade erreicht mich noch die schöne Nachricht, dass meine Trilogie um „Arthur und die Vergessenen Bücher“ im nächsten Jahr auch in Polen erscheinen wird. Das freut mich besonders, weil ich das Land und die Leute sehr mag.

Bei meiner Blogschreibfaulheit ist nicht sicher, ob ich in diesem Jahr noch etwas poste – deshalb wünsche ich Euch allen schon mal geruhsame Festtage und einen guten Rutsch.

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Buchmesse Frankfurt 2014

An der Überschrift dieses Beitrags sieht man mal wieder, wie häufig ich mein Blog pflege – nämlich ausgesprochen selten. Kurze Neuigkeiten vermelde ich inzwischen lieber bei Facebook, weil das schneller geht. obwohl ich da auch aktiver sein könnte. Aber irgendwie finde ich nur selten die Zeit dazu.

Nun, wie auch immer, am 12. Oktober habe ich im Paschen Literatursalon auf der Frankfurter Buchmesse meinen neuen Roman „Der Schattensammler“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Erschienen ist das Buch ein paar Tage zuvor, war also noch sehr frisch. Hier ein paar Fotos davon:

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Die Lesung fand nachmittags um 15:15 Uhr statt, also bin ich morgens angereist, um mich zuvor noch ein wenig umzusehen. Vor allem hatte ich die Hoffnung, bei den Finnen, die ja Ehrengast der Buchmesse waren, eine kleine Figur von Muminvater und einem Hemul zu finden, wurde aber enttäuscht. Muminbücher gab es zwar jede Menge, aber keine Figuren. Eine nette finnische Betreuerin verwies mich dann ans Internet.

Zu meinem Erstaunen war es nicht so voll wie im vorigen Jahr, zumindest war das mein Eindruck. Bereits bei der Anreise um elf Uhr war die S-Bahn nur wenig gefüllt, und auch auf dem Messegelände habe ich es schon mal voller erlebt. Klar, da, wo es Autogramme gab, drängten sich die Massen, aber ansonsten war der Weg durch die Hallen weniger beschwerlich als sonst.

Nach der ersten Schattensammler-Lesung, die ja nur eine halbe Stunde dauerte, muss ich jetzt die Langversion (90 Minuten) für Schulklassen erstellen, die erstmals bei der Braunschweiger Jugendbuchwoche Premiere haben wird sowie anschließend auf der Münchner Bücherschau. Gute Gründe also, mein Blog weiterhin zu vernachlässigen.

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Buchmesse Frankfurt 2013

Vor einigen Tagen habe ich meine Belegexemplare der tschechischen Ausgabe von „Rebellen der Ewigkeit“ erhalten. So sieht das Buch aus:

Die tschechische Ausgabe von "Rebellen der Ewigkeit".

Die tschechische Ausgabe von „Rebellen der Ewigkeit“.

Wie man sieht, hat der tschechische Verlag die Umschlaggestaltung von der deutschen Ausgabe übernommen. Das Buch ist rechtzeitig zur Buchmesse erschienen.

Apropos Buchmesse: Natürlich war ich auch in diesem Jahr wieder in Frankfurt. Am Samstagmittag habe ich auf der neuen Open Stage im Freien gelesen – eine ziemlich frostige Angelegenheit, nicht wegen des Publikums, sondern wegen des Wetters.

Lesung auf der Open Stage der Frankfurter Buchmesse 2013.

Lesung auf der Open Stage der Frankfurter Buchmesse 2013.

Man kann hier schon sehen, dass es recht frisch gewesen ist; da nutzten auch die vereinzelten Heizpilze nicht viel. Aber ich habe mich, wie man oben sieht, warmgetanzt bei meinem kurzen Vortrag aus „Assassino“.

Anschließend habe ich noch Bücher signiert.

Signieren auf der Buchmesse Frankfurt 2013

Signieren auf der Buchmesse Frankfurt 2013

Signieren auf der Buchmesse Frankfurt 2013

Signieren auf der Buchmesse Frankfurt 2013

Die Fotos hat übrigens Frau Höwelkröger gemacht, die dem Verein Broadwood vorsteht. Broadwood möchte Kindern und Jugendlichen mit Handicap und ihren Geschwistern durch gemeinsame schöne Freizeiterlebnisse Freude schenken und ihr Selbstbewusstsein stärken.

Ich hatte einen kleinen Beitrag geleistet zu einem Geschichtenwettbewerb von Broadwood, und die Teilnehmer überreichten mir ein Buch mit ihren Beiträgen.

Mit Teilnehmern des Broadwodd Geschichtenwettbewerbs auf der Buchmesse 2013

Mit Teilnehmern des Broadwodd Geschichtenwettbewerbs auf der Buchmesse 2013

(Wie immer habe ich die Gesichter unkenntlich gemacht, das liegt nicht an der Fotoqualität.)

Nun, da der Herbst begonnen hat, muss ich nicht nur endlich mein nächstes Buch fertig schreiben, es stehen auch wieder jede Menge Lesungen ins Haus. Aber davon ein anderes Mal mehr.

 

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Neues Buch, Lesungen und ein Podcast

Es ist mal wieder Zeit für ein paar Neuigkeiten. Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und auch mein neuer Roman wird (hoffentlich) in wenigen Wochen in der Rohfassung fertiggestellt sein. Es ist leider noch nicht die Fortsetzung zu „Assassino“, sondern eine ganz andere Geschichte – eine in sich abgeschlossene. Es müssen ja nicht immer gleich mehrere Bände sein …

Der Bürgerfunk Duisburg hat mich kürzlich zu meinem Roman „Der letzte Zauberlehrling“ interviewt – wer möchte, kann sich den Podcast hier anhören (leider ohne die Musik, die ich für die Pausen ausgesucht hatte).

Am letzten Sonntag habe ich hier in Duisburg auf dem Ruhrorter Kulturmarkt gelesen, eine etwas feuchte und windige Angelegenheit, aber trotzdem sehr gemütlich. Sieht man einmal davon ab, dass während der Lesung nicht nur der örtliche Schützenverein mit lautem Tschingdarassabum um den Platz marschierte und auch sonst die Kulisse nicht gerade leise war, war es eine fast schon private Atmosphäre aufgrund der kleinen Bühne und der Zahl der Besucherinnen und Besucher. Mir hat’s jedenfalls gefallen.

Lesung in Ruhrot am 18. August 2013

Lesung in Ruhrot am 18. August 2013

Kurz vor den Sommerferien hatte ich auch eine Lesung im Gymnasium Adolfinum in Moers. Die sechste Klasse hatte „Arthur und die Vergessenen Bücher“ als Unterrichtsprojekt gelesen und bearbeitet, und der Besuch des Autors war sozusagen die Belohnung dafür. Eine Schülerin hat darüber in einem Beitrag für die Schülerzeitung geschrieben: „Gerd Ruebenstrunk las den Schülern ausgewählte Abschnitte aus seinen Arthur-Romanen vor und begutachtete ausführlich die zuvor von der Klasse erstellten Plakate. Besonders ein Schuhkarton, in dem eine Gruppe die große arabische Wüste Rub‘ al-Khali – einem der zentralen Handlungsorte der Romane – mit tollen Ideen veranschaulicht hatte, hatte es ihm angetan, aber auch die anderen Plakate fand er sehr gelungen.“

Und so war es. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich aus unterschiedlicher Sichtweise mit dem ersten Arthur-Band auseinandergesetzt und die Ergebnisse auf Plakaten festgehalten. Dabei hatten sie eine Menge über die Handlungsorte herausgefunden – ein paar Sachen waren selbst mir unbekannt.

Hier ein Foto mit einem Teil der Schülerinnen und Schüler – ich sehe leider etwas knurrig aus, aber das täuscht … Die Gesichter der Kinder sind übrigens extra verpixelt.

Nach der Lesung im Adolfinum

Nach der Lesung im Adolfinum

Der nächste größere Leseaufschlag ist dann im November in illustrer Gesellschaft bei der 33. Braunschweiger Jugendbuchwoche, wo ich (wie der Name schon sagt) eine ganze Woche lang lesen werde. Bis dahin ist dann hoffentlich auch mein nächstes Buch fertig.

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Signierstunde in Duisburg

Am Samstag, den 15. Juni, werde ich von 12 bis 15 Uhr in der Buchhandlung Scheuermann in Duisburg am Sonnenwall für Fragen zur Verfügung stehen, Bücher signieren (in erster Linie meinen neuen Roman „Assassino“, der direkt käuflich erworben werden kann – ist schließlich eine Buchhandlung) und gerne auch Autogrammkarten, falls jemand nicht unbedingt ein Buch mitbringen oder kaufen will. Wer also in der Nähe wohnt und Zeit hat, kann gerne vorbeikommen.

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Exklusiv: Zwei unveröffentlichte Kapitel aus „Assassino“

Als Autor schreibt man meistens mehr Text, als hinterher im Buch veröffentlicht wird. So enthielt mein Roman „Assassino“ ursprünglich einen Prolog, mit dem ich allerdings aus verschiedenen Gründen nicht besonders glücklich war. Ich habe daraufhin einen alternativen Prolog geschrieben, bevor ich mich entschlossen habe, dieses Vorkapitel ganz zu streichen.
Weil es vielleicht manche Leserin oder manchen Leser interessiert, was an Text so auf der Strecke bleibt, veröffentliche ich die beiden Versionen des gestrichenen Prolog heute hier im Blog. (Variante 1, Variante 2)
Warum schreiben überhaupt so viele Autoren einen Prolog? Ich glaube, häufig ist das Motiv der Wunsch, die Leser gleich auf den ersten Seiten mit Action zu ködern und danach die eigentliche Geschichte in Ruhe zu entwickeln. Auch beim Film fließt ja oft ein großer Teil des Budgets in die ersten Minuten, um die Zuschauer zu fesseln.
Gerade im Zeitalter des E-Books wird der Anfang immer wichtiger, weil man, zum Beispiel bei Amazon, vor dem Kauf die ersten 10-20 Seiten lesen kann, bevor man sich entscheidet. Wer da ruhig und traditionell anfängt, hat oft schon verloren.
Ich muss gestehen, dass dies auch mein Motiv ist. Den Prolog meines Romans „Rebellen der Ewigkeit“ hätte ich ohne Probleme auch später unterbringen können. Ähnlich ist es bei „Das Wörterbuch des Viktor Vau“. Und so hätte es auch in diesem Fall sein können, aber dann dachte ich, es geht auch ohne.
Mich würde Eure Meinung interessieren: Wenn Ihr den Assassino gelesen habt, meint Ihr, er wäre durch den Prolog bereichert worden oder nicht? Oder umgekehrt: Wenn Ihr ihn nicht kennt, würdet Ihr ihn aufgrund des Prologs lesen wollen?
Eines steht jedenfalls jetzt schon fest: Mein nächster Roman wird ebenfalls ohne Prolog auskommen.

 

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Eine Woche in Franken

Fast hätte ich als Überschrift „Eine Woche in Bayern“ gewählt, aber einen Tag vor meiner Reise nach Weißenburg erklärte mir in Leipzig eine empörte Kollegin aus München, das sei ja wohl nicht Bayern, sondern Franken. Bis dahin wusste ich noch nicht, dass die Bayern (also die, die im Bundesland Bayern leben), solche Unterschiede machen, aber dass es wirklich so ist,  wurde mir dann in Weißenburg noch einmal bestätigt.

Weißenburg also. Ein kleines fränkisches Städtchen mit einem wunderschönen alten Stadtkern innerhalb dicker Stadtmauern. Und mit einem schönen Brauch: Einmal im Jahr wird ein Autor (oder eine Autorin) eingeladen, um eine Woche lang im örtlichen Schulzentrum zu lesen, für alle Klassen, von der 5 bis zur 10.

In diesem Jahr kam mir die Ehre zu, und so zuckelte ich dann an einem Sonntag im März von Nürnberg aus mit dem Regionalexpress in die fränkische Provinz, wo ich Unterkunft im „Goldenen Adler“ direkt in der Ortsmitte fand.

Der "Goldene Adler" zu später Stunde - mein Zimmer war im ersten Stock.

Der „Goldene Adler“ zu später Stunde – mein Zimmer war im ersten Stock.

Ich musste nur vor die Tür treten, und schon stand ich vor dem historischen Rathaus der Stadt.

Das alte Rathaus von Weißenburg.

Das alte Rathaus von Weißenburg.

Tja, das war am Abend. Das böse Erwachen kam am nächsten Morgen, und das im wahrsten Wortsinn.  Denn in Weißenburg beginnt die Schule um 7 Uhr 30, was für einen Menschen mit meinem Biorhythmus mitten in der Nacht ist. Um sechs Uhr in der Frühe klingelten also meine drei Wecker, damit ich auf jeden Fall aus dem Bett kam, und um sieben Uhr wurde ich bereits abgeholt.

Um halb sieben morgens war noch nicht viel los.

Um halb sieben morgens war noch nicht viel los.

Hier muss ich ein großes Dankeschön loswerden. Ute Paprotny-Hassan von der Stadtbibliothek Weißenburg hatte nicht nur alles vorzüglich organisiert, sie betreute mich auch rund um die Uhr. Morgens stand sie um sieben Uhr bereit, um mich zur Schule zu fahren, im Auto bereits eine Butterbrezel und eine Thermoskanne Tee für die Stärkung in den kurzen Lesepausen. Außerdem war sie bei allen Lesungen dabei und gab mir hinterher Rückmeldungen, aus denen ich eine Menge gelernt habe.

Aber zurück zur Lesung. Um halb acht ging es also los, immer zwei Klassen, und immer 90 Minuten. Gelesen habe ich aus den Bänden 2 und 3 der Arthur-Trilogie, aus Viktor Vau, aus Rebellen der Ewigkeit und natürlich aus meinem neuen Roman „Assassino“.  Um 12 Uhr 30, nach dreimal 90 Minuten mit wechselnden Altersstufen, war ich dann erst einmal geplättet.

Der Autor bei der Arbeit.

Der Autor bei der Arbeit.

Aber ausgiebiges Mittagsschläfchen war nicht, denn Frau Paprotny-Hassan hatte ein Zusatzprogramm für mich organisiert, das es in sich hatte.  Am Dienstag holte mich der Stadtarchivar zu einem Rundgang ab, der mich nicht nur in das alte Rathaus führte, sondern vor allem in eine alte Bibliothek, die sich in einem Turm der Stadtmauer befindet. Dort durfte ich dann in einigen gut 500 Jahre alten Büchern blättern, die zum Teil handgeschrieben waren, auf jeden Fall aber handkoloriert. Eine dreibändige Erstausgabe der Luther-Bibel mit Illustrationen von Lucas Cranach und ein früher Atlas waren die Highlights. Wann kann man schon mal ein Buch in den Händen halten, das eine Million Euro wert ist?

Am Mittwoch war dann ein Besuch der Festung über der Stadt angesagt. Leider war das Wetter nicht besonders, und auf dem Hügel pfiff der Wind besonders stark. Der fachkundige Führer ließ sich dadurch nicht beeindrucken, sondern führte mich nicht nur auf den höchsten Punkt der Festungsmauer, sondern auch durch die eisig kalten Kasematten mit ihrem Fledermausbehang. Dabei erhielt ich eine lebendige Geschichtslektion und konnte mir gut vorstellen, wie sich hier vor vielen hundert Jahren gelebt haben musste.

Zum Glück war das Café in der Festung geöffnet – und es brannte drinnen ein herrlich warmer Bullerofen, wo wir uns anschließend wieder aufwärmen konnten.

Kultur wird übrigens großgeschrieben in Weißenburg, denn allein im Stadtkern gibt es zwei alt eingesessene Buchhandlungen und außerdem noch einen Weltbild-Laden – für eine so kleine Stadt eine Menge, wie ich finde. Auch die Stadtbibliothek ist ausgesprochen geräumig und gut ausgestattet und führt regelmäßig Lesungen durch. Dazu kommen eine Kulturhalle für Kunstausstellungen, ein Römermuseum und eine außergewöhnliche Kirche mit einem Knick in der Konstruktion, den man einfach gesehen haben muss.

Allen in Weißenburg also nochmal herzlichen Dank. Es war anstrengend, aber auch etwas ganz Besonderes – man könnte fast sagen: ein Arbeitsurlaub. Und ich weiß, ich habe mal wieder viel zu wenig Fotos gemacht …

 

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