Rezension im Krimi-Forum

Das Krimi-Forum hat „Arthur und die Vergessenen Bücher“ zum Buch der Woche gewählt und folgende schöne Rezension geschrieben:

„Schon das Cover ist äußerst verheißungsvoll: Dschungelgrün mit Goldschrift und im Zentrum Arthur, wie er sich verstohlen umschaut, während er ein dickes, altes Buch aus einem Regal zieht …

Dabei ist der 14jährige ein ganz normaler Junge: Er mag Linkin Park, Computerspiele und eben auch Bücher.

Über einen Ferienjob lernt er den Antiquar und Buchhändler Johann Lackmann kennen, der ihm von den Büchern der Antiken Bibliothek von Córdoba berichtet, die angeblich seit vielen hundert Jahren verschollen sind.Geheimnisvolle „Hüter“ kümmern sich darum, dass sie nicht in falsche Hände gelangen, nämlich die der „Sucher“, die mit Hilfe der Folianten die Weltherrschaft übernehmen wollen.

Nach einem Überfall auf den alten Lackmann werden Arthur und die gleichaltrige Enkelin des „Bücherwurms“ auf die Jagd nach den Büchern geschickt. Diese Larissa kann mit Büchern zwar nicht viel anfangen, verfügt aber über jede Menge nützlicher handwerklicher Fähigkeiten.

Wie die beiden, verfolgt von finsteren Gestalten, aber auch immer wieder unerwartet unterstützt von ungewöhnlichen Helfern, erst in den Niederlanden, dann in Italien Bücher finden, von denen sie nie gedacht hätten, dass sie existieren, dass ist aufregend und faszinierend zugleich.

Der Ich-Erzähler ist ein sympathischer Knabe mit verständlicher Abneigung gegen Mädchen im allgemeinen und Larissa ganz besonders: Sie redet zu viel, ist zu unbesonnen und vertrauensselig.

So ist mindestens ebenso spannend wie die Handlung mit ihren dauernden Verfolgungsjagden die Annäherung der beiden, ihre Zusammenarbeit für ein gemeinsames Ziel, ihr Ringen um Vertrauen und darum, sich nicht zurückgesetzt zu fühlen, auch wenn Dritte ins Spiel kommen.

Absolut fesselnd, wie es dem Autor gelingt, historische Daten und Fakten, Überlieferungen und gleichzeitig die selbstverständlichen Hilfsmittel der „Generation Internet“ zu einem harmonischen Ganzen zu verschmelzen. Etwa an dem Punkt, an dem er sich auf das Überwachungssystem der „searching eyes“ bezieht.

Eine rasante Abenteuergeschichte mit poetischen, fast märchenhaften Zügen und Raum für Spekulationen zum Hintergrund der Nebenfiguren und zum Fortgang der Handlung. Denn auch wenn zunächst alles gut ausgeht, sind doch noch längst nicht alle Bücher in Sicherheit gebracht …

Miss Sophie“

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