Hurra! Der Rohbau steht!

Wer nicht schon einmal über eine halbe Million Zeichen in halbwegs sinnvoller Aneinanderreihung zu Papier gebracht hat, der wird das Gefühl kaum verstehen können, das einen ergreift, wenn man die magischen vier Buchstaben ENDE mit der gebotenen Langsamkeit eingibt. Diese Mischung aus Erleichterung, Befriedigung und Erschöpfung durfte ich vor drei Tagen bei Fertigstellung des  Rohmanuskripts des zweiten Arthur-Bandes wieder einmal verspüren. Es ist zwar erst der Rohtext, aber damit ist die Knochenarbeit geschafft.

Ich vergleiche das Bücherschreiben gerne mit dem Hausbau. Zuerst kommt die Skizze des Architekten – das ist das Exposé. Es folgen die detaillierten Baupläne, in unserem Fall der Kapitelplan. Dann wird das Bauwerk errichtet – das ist das Rohmanuskript. Anschließend wird der Putz aufgebracht, die Böden gelegt, kurz: Es wird schöngemacht. Das ist die Überarbeitung des Rohtextes.  Aber die meiste Plackerei liegt bei den Bauarbeitern und Maurern, die die Baugrube ausheben und den Rohbau errichten müssen. Und deshalb bin ich so froh, dass das hinter mir liegt.

Jetzt habe ich den Text erst einmal einige Tage ruhen lassen, und morgen nehme ich den Stift zur Hand und arbeite ihn mit kritischen Augen durch. Und erst danach bekommt ihn das erste Mal jemand anderes zu sehen, zwecks Feedback für die zweite Überarbeitung.

Aber darüber berichte ich im nächsten Eintrag.

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