Buchmesse Nachlese

Tina Bürmann vom Zauberspiegel-Online war ebenfalls bei meiner Lesung und hat dort auch fotografiert. Sie schreibt:

„Bloss keine Zeit verlieren heisst es auf der Buchmesse, drum folgte – kaum dass das Team vom Deutschen Taschenbuchverlag inkl. Kevin Brooks das Feld geräumt hatte – sogleich der Aufbau von arsEdition zur Lesung um 13:30 Uhr von Gerd Rübenstrunks Fantasy-Krimi Arthur und die Vergessenen Bücher.

Auch bei Arthur handelt es sich natürlich um einen Jugendroman, und die Kurzbeschreibung klingt zumindest sehr vielversprechend:

Es gibt Bücher, die „anders“ sind. Davon weiß Arthur nichts, als er in den Ferien in einem Antiquariat aushilft. Doch dann weiht ihn der Buchhändler in ein Geheimnis ein – und eine beispiellose Jagd beginnt, die Arthurs Leben auf den Kopf stellt! Eine seltene Begabung, von der er nicht die geringste Ahnung hat, macht ihn zur Zielscheibe von Fremden, die besessen sind vom Geheimnis der Vergessenen Bücher. Ob diese mysteriösen Werke tatsächlich existieren? Gemeinsam mit seiner Freundin Larissa folgt Arthur den Spuren nach Amsterdam und Bologna. Und gerät dabei immer tiefer in den Sog eines jahrhundertealten Rätsels…

Auch Gerd Rübenstrunk ist bei der Lesung seines Romans mit Leib und Seele dabei, da wird mit Händen, Füssen, Gestik und Mimik gearbeitet, was das Zeug hält.

Ich fragte mich still, ob dem Autor eigentlich bewusst ist, wie körperlich er liest, und dass das manchmal für Aussenstehende schon recht seltsam aussieht, aber verstehen kann ich es schon irgendwie ein bisschen.. das ist die Leidenschaft, die da aus einem spricht. Gefällt mir. Die eigentliche Handlung gefiel mir übrigens auch sehr gut,  dieses Buch wird sicher bei Gelegenheit in meinem Bücherregal landen.

Was ich bei diesem Event besonders schön fand, waren die Zusatzinformationen, die Herr Rübenstrunk zu seinen Schauplätzen und Charakteren preisgab. Da wurden Fotos von Orten in und um Amsterdam und Bologna gescreent, und auch die geheimen Symbole, die Arthur im Buch entschlüsseln muss, konnte man sich direkt vor Ort ansehen.

Die existieren übrigens tatsächlich, wie fast alle Orte und Sehenswürdigkeiten, die im Roman erwähnt und beschrieben wurden; ich hatte den Eindruck dass es dem Autor sehr wichtig war darauf hinzuweisen – irgendwie bekommt man dabei direkt Lust, seinen nächsten Urlaub in die Niederlande oder nach Italien zu verlegen.

Schön war auch die kleine Anekdote, die Rübenstrunk aus seiner Jugendzeit zum Besten hielt. Er war, wie man heute so schön sagt, ein langhaariger Bombenleger gewesen, las gerne, wurde aber wegen seines Aussehens in sämtlichen Buchläden in Herford, wo er aufwuchs, als potentieller Ladendieb gesehen und hinausgeworfen.

Nur in einem Laden, mit kleinem Antiquariat im Anschluss, durften Rübenstrunk und seine Freunde sitzen und lesen, ohne zu kaufen. Der Besitzer dieses Geschäftes war Arthur Jackmann – der als Namensgeber sowohl für den Hauptprotagonisten Arthur, als auch für Arthurs Freund (den Antiquariaten) Johann Lackmann diente. Eine Premiere, wie Rübenstrunk es nannte, denn diese Tatsache hatte er wohl bisher bei keiner Lesung sonst erwähnt.

Langsam überrascht es mich nicht mehr, dass sich Autoren auch nach Ende der Lesung noch ein paar Minuten Zeit nehmen, um mit dem Zuschauern noch ein wenig zu plaudern oder Autogramme zu schreiben. Ich finde das zwar wirklich super, habe mir dieses jedoch zu diesem Zeitpunkt erspart, denn die Natur rief und ich hatte nur gute 15 Minuten, um zur nächsten Lesung, den letzten meiner Termine an diesem Tag, zurück am Platz zu sein.“

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