Edinburgh – der dritte Tag

Nachdem es gestern und vorgestern zwar kalt, aber trocken war, hat sich heute das Wetter eingestellt, das man gern mit Schottland (wie mit dem gesamten Vereinigten Königreich) verbindet: Regen. Gegen Mittag begann es leicht zu nieseln, und zur Tea Time war daraus dann ein richtiger Dauerregen geworden. Und ich hatte meinen Schirm natürlich im Hotel gelassen …

Eine Gasse

Zum Glück war es während meines morgendlichen Streifzugs noch trocken. Heute war die andere Hälfte der Royal Mile dran, jener Straße, die sich vom Edinburgh Castle bis zum Holyrood Palace zieht (und die tatsächlich exakt eine britische Meile lang sein soll).

Die neueste Kiltmode

... und noch eine ...

Auch hier konnte ich wieder jede Menge Closes entdecken, jene schmalen Gassen zwischen den Häusern, die früher den Charakter der Old Town bestimmten. Deshalb war das bevorzugte Beförderungemittel in der Stadt auch lange Zeit die Sänfte, die sich natürlich nur die Begüterten leisten konnten. Der Sitz darin war übrigens beweglich aufgehängt, denn die Closes führen steil bergauf oder bergab. Bei einem festen Sitz wären die Herrschaften schnell aus ihrem Gefährt, das üblicherweise von zwei kräftigen Highlandern getragen wurde, herausgestürzt.

The Tolbooth von vorne ...

... und von hinten.

Auch dieses Stück der Mile weist wieder jede Menge alte Gebäude auf. Das prominenteste davon ist sicher das Tolbooth, ein ehemaliges Gerichtsgebäude und Gefängnis. Heute kann man dort eine schöne Ausstellung über die Lebensverhältnisse der einfachen Menschen besichtigen.
Jedes zweite Geschäft ist auch hier ein Souvenir-Shop, voll mit dem üblichen Schotten-Gedöns, vom billigen Kilt bis zum Dudelsack-Schnäppchen, das merkwürdigerweise überall zum „Sonderpreis“ verkauft wird. Aber es gibt hier auch einen echten Dudelsackladen, der eher unauffällig und ein wenig verstaubt aussieht.

Großer Denker - kleiner Grabstein. Hier ruht Adam Smith auf dem Canongate Friedhof.

Am Ende der Mile, kurz vorm Holyrood Palace, stößt der Besucher auf das neue schottische Parlament, ein modernistischer Klotz, der so gar nicht in das Umfeld passen will.
Was ich heute Nachmittag gemacht habe, kann ich leider nicht verraten, denn das wird in den dritten Arthur-Band einfließen. Aber es war ganz schön unheimlich …
Unheimlich sind übrigens auch die Zahnschmerzen, die mich seit einigen Stunden heimsuchen und von Stunde zu Stunde zunehmen. Klar, dass das nach vielen zahnschmerzfreien Jahren (und trotz meiner sehr gründlichen Zahnpflege) ausgerechnet in diesen Tagen passieren muss. Zur Sicherheit habe ich mir in einer Apotheke ein paar Schmerztabletten gekauft und hoffe, die Beschwerden damit bis Montag in Schach halten zu können. Seufz … Das hätte nun wirklich nicht sein müssen …

Ein Haus wie eine Burg

Etwas Farbe in der grauen Straße

Das war’s dann auch schon für heute. Wie mein letzter Tag ausgesehen hat, darüber werde ich morgen berichten. Cheers!

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