Edinburgh – der vierte Tag

Der Tag heute war wettermäßig eine Fortsetzung von gestern – Nebel, Nieselregen und Kälte. Was den Schotten nicht davon abhält (es ist ja schließlich Samstag), zum Shoppen in die Stadt zu strömen. Oder an den Stadtrand, zum Beispiel ins Shopping Center des Ocean Terminal.

Der Ocean Terminal liegt, wie der Name schon sagt, am Meer, also in Leith. Das ist der Hafen von Edinburgh, eine eher nutzenorientierte Ansammlung von Gebäuden, zu der man gelangt, wenn man von der North Bridge in der Innenstadt dem Leith Walk folgt, eine langen Straße, die von vielen bunten kleinen Geschäften gesäumt wird. Aber die Massen zieht es in Shopping Center, das nicht weniger steril und langweilig ist wie die entsprechenden Zentren bei uns.

Ich bin mit dem Bus Nummer 36 zum Ocean Terminal gefahren, weil der so schöne Umwege durch die halbe New Town und darüber hinaus macht und man da auch Teile der Stadt sieht, die der Tourist üblicherweise nicht betritt. Allerdings fand ich es nicht sehr erbaulich. Edinburgh ist, zumindest im Winter, einfach eine graue Stadt.

Wie grau, das zeigt auch dieses Foto:

Edinburgh Castle im Dunst

Das war um 12 Uhr mittags. Und obwohl es ja sooo hoch nicht ist von der Princes Street bis zum Schloss, war es schon kaum mehr zu sehen.

Zum Dunst trug übrigens noch etwas anderes bei: Das Ein-Uhr-Schießen, ein alter Brauch, bei dem ein Geschütz auf dem Castle mehrmals abgefeuert wird. Das allerdings heute bereits um 12 Uhr. Früher fand das Ganze jeden Tag statt, damit die Schiffe im Hafen von Leith danach ihre Uhren stellen konnten. Bislang habe ich das ungeheuere Donnern noch nicht gehört; es scheint also derzeit nur samstags stattzufinden. Und ist so laut wie eine Reihe von Sprengungen – das kann niemand überhören.

GeschützdunstDen Rest des Tages habe ich noch ein wenig recherchiert und einige interessante Entdeckungen gemacht, von denen hier allerdings noch nichts verraten wird. Denn jetzt sind wieder Arthur und Larissa am Zug. Sie werden euch etliche Geheimnisse von Edinburgh verraten – allerdings erst im Januar 2011 …

Für mich heißt es nun Abschied nehmen. Morgen früh geht es zurück nach Deutschland. Mit jeder Menge Ideen für eine spannende Geschichte im Gepäck …

Cheers!

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