Zu Gast bei KiKa in Berlin

In der letzten Septemberwoche war ich auf Einladung von „quergelesen“ in Berlin.  „quergelesen“ ist das Büchermagazin von KiKa, in dem am Sonntag, den 7. November, um 13:15 Uhr die Arthur-Bücher vorgestellt werden. Und dazu sollte auch mit dem Autor, also mir, ein kleines Interview geführt werden und ich sollte vor Publikum lesen.

Obwohl erst September, kamen mir diese Tage in Berlin eher wie November vor. Besonders am zweiten Tag pfiff ein eiskalter Wind um die Häuserblocks, der Himmel war grau, und es nieselte immer wieder. Außerdem war ich verblüfft, wie früh es abends schon dunkel wurde, bis mir aufging, dass ich ja ein paar Bahnreisestunden weiter im Westen lebe, wo es fast eine Stunde länger hell wird. Und dass es dafür morgens erst später aufhellt, das kriege ich als notorischer Langschläfer meistens nicht mit.

Die erste Lesung fand in Potsdam im „Lindenpark“ statt, einem Kulturzentrum gleich neben dem Filmpark Babelsberg. Marc Langebeck, Moderator von quergelesen, begrüßte eine sechste Klasse, die den Ausflug mit anschließender Führung durch den rbb gewonnen hatte. Im ersten Teil der Veranstaltung gab es ein unterhaltsames Märchenquiz mit Buchgewinnen sowie Buchvorstellungen durch die Schüler. Außerdem durften die Schüler abwechselnd die Kamera bedienen.

Nach einer kurzen Pause fand meine Lesung mit anschließendem Frage- und Antwort-Spiel statt. Danach gab es dann das Interview mit mir. Leider hatte mir niemand vorher die Fragen mitgeteilt, und bei einigen war ich dann doch überrascht. Ich muss gestehen, ich bin oft nicht so besonders schlagfertig, und wenn dann Fragen nach meiner Lieblingsfarbe oder meinen Lieblingsbüchern kommen, bin ich erst mal etwas sprachlos, weil ich selbst darüber nie nachdenke. Zum Glück wird das Interview nicht in ganzer Länge gezeigt … 😉

Am nächsten Tag folgte dann eine Lesung im ARD-Haupstadtstudio vor zwei sechsten Klassen. Auch hier durften die Schüler vorher beim Märchenquiz ihr Wissen unter Beweis stellen und ihre derzeitigen Lieblingsbücher vorstellen. Dabei war ich überrascht, wie professionell manche von ihnen zu Werke gingen …

Neben den (wie immer) interessanten Menschen, die ich getroffen habe, hat mir diese Reise allerdings noch eine Erkenntnis gebracht, die ich bei zukünftigen Lesungen umsetzen werde: Bislang habe ich immer ein wenig erzählt und viel gelesen. Die Rückmeldungen dieser beiden Tage haben mich dazu gebracht, das in Zukunft umzudrehen, also mehr zu erzählen und weniger zu lesen – zumindest bei einem Publikum jüngeren Alters. Irgendwie dachte ich immer, Lesungen heißen so, weil viel gelesen wird. Offenbar darf man aber auch viel mehr frei reden, ohne dass das Publikum das übel nimmt … Wieder was gelernt …

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