Mein Bericht von der Leipziger Buchmesse

So, die Leipziger Buchmesse liegt hinter mir. Zwei Tage, vollgepackt von früh bis spät mit Lesungen, Begegnungen, Interviews und Gesprächen.

Nachdem am Mittwochabend das Klima noch einigermaßen erträglich war, begann es am Donnerstag zu regnen und es wurde richtig kalt. Also genau das richtige Wetter für einen Tag in den Messehallen. Der Tag fing mit einer Lesung im Brockhaus-Gymnasium an. Es war meine Premierenlesung aus „Arthur und die Stadt ohne Namen“. In der Aula war alles perfekt vorbereitet; es gab sogar einen eigenen Tonfachmann für die Lautsprecheranlage und mein drahtloses Mikrofon. Wie zu erwarten bei einer ersten Lesung, gab es ein paar kleine Hänger, aber insgesamt verlief alles reibungslos und die Schüler nutzten anschließend die Gelegenheit, um mich ausgiebig zu löchern. Zum ersten Mal kamen auch die neuen Autogrammkarten zum Einsatz, die arsEdition hatte anfertigen lassen. 

Autogrammkarten

Die neuen Autogrammkarten

Von der Schule ging es dann flink zum bereits vollen Messegelände, denn um 13 Uhr stand ein Interview mit MDR Figarino auf dem ARD-Stand auf dem Programm. Die Sitzreihen waren bis auf den letzten Platz gefüllt, und ich war doch ein wenig nervös. Vor mir war Mirjam Pressler an der Reihe, nach mir Anja Tuckermann. Wer sich für das Ergebnis interessiert, der kann sich die Sendung auf der Figarino-Website bis zum 25. März anhören.

Beim Figarino-Interview

Und nochmal Figarino

Nach einem kurzen Mittagsimbiss (Hot Dog und Cappuccino) ging es dann gleich weiter zum Stand von Piper, wo ein kurzes Video für die Piper Website zu „Viktor Vau“ gedreht werden sollte. Als ich ankam, fand ich eine richtig professionelle TV-Kamera mit allem Drum und Dran vor und wollte gerade mein Erstaunen darüber äußern, als Olli Dittrich im Stuhl vor der Kamera Platz nahm. 😉 Die für mich bestimmte Kamera war dann etwas kleiner, aber ich denke, wir haben dennoch ein ordentliches Kurzinterview hingekriegt – seht selbst (Link folgt).

Anschließend ging es in einer vollgepackten Straßenbahn zurück in die Innenstadt, wo eine Autogrammstunde im XtraX-Shop angesagt war, gemeinsam mit Markus Heitz, Christoph Hardebusch und Lena Falkenhagen. Ich kannte die Drei vorher noch nicht persönlich, und sie stellten sich allesamt als ausgesprochen angenehme KollegInnen heraus. Wir sind uns dann auch später noch mehrmals über den Weg gelaufen.

Das war’s dann auch für den ersten Tag, und weil ich die Nacht zuvor schlecht geschlafen hatte (was mir in Hotels fast immer passiert), habe ich mir ein schönes Bad gegönnt und bin dann früh zu Bett gegangen. Also nichts mit einem Streifzug durch Leipziger Nachtleben. 😉

Außerdem hieß es am nächsten Morgen um 6:30 Uhr aufstehen, eine für mich nahezu nachtschlafende Zeit, die meinem Biorhythmus völlig zuwiderläuft. Um neun Uhr war eine „Arthur“-Lesung in der „Villa“ angesagt, einem Kulturzentrum, das etwa zehn Minuten zu Fuß vom Hotel liegt. Ich war ganz stolz auf mich, dass ich bereits eine halbe Stunde vorher da war – nur um dann festzustellen, dass ich in meinem Tran vergessen hatte, mein Notebook mitzubringen. Also flink zurück zum Hotel, Notebook aus dem Zimmer geholt und mit dem Taxi zurück zur „Villa“, um wenigstens noch in Ruhe aufbauen zu können. Dachte ich mir zumindest, aber der Taxifahrer kannte leider den Weg in die Lessingstraße (die praktisch noch in der Innenstadt liegt) nicht und chauffierte mich erst in eine stautechnische Sackgasse und anschließend um drei Blocks herum, bis ich ihm schließlich die richtige Straße zeigte. 😉

War aber alles nicht so schlimm, weil man noch auf eine Schulklasse wartete, und so konnte ich in Ruhe aufbauen und austesten, und die Lesung war dann auch eine runde Sache.

Lesung in der Villa in Leipzig

Lesung in der Villa

Danach ging’s dann direkt zur Messe für ein zweites Video-Interview für die Darkstar Fantasy News, und dann weiter zur Lesebude für eine halbstündige „Arthur“-Lesung. Es war pickepackevoll, und das Headset war nicht biegsam genug und klemmte mir die Ohren ab. Ich hab trotzdem tapfer durchgehalten, hatte aber anschließend keine Gelegenheit mehr für Fragen und Antworten, weil ich sofort auf die benachbarte Fantasy Leseinsel von WerkZeugs hetzen musste, wo die erste Lesung aus Viktor Vau stattfinden sollte. Einen ersten Bericht darüber könnt ihr hier lesen.

Hier war es ebenfalls pickepackevoll, auch wenn ein wenig mehr Raum zwischen Lesendem und Publikum bestand. Ich hatte mir natürlich alles vorher schön zurechtgelegt, aber erst im Praxistest zeigt sich, ob eine Lesung so funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat. Es gab also noch einige Kanten und Ecken, zumal das Gehirnmodell, das ich zur Erläuterung dabei hatte, sich nicht problemlos wieder zusammenstecken ließ und ich so fummelnd hinter dem Mikro stand. 😉

Nach Hot Dog, Espresso und frisch gepresstem O-Saft stand dann eine Signierstunde am Stand von arsEdition an, die deutlich weniger hektisch verlief, bevor ich mich zur Autorenlounge von WerkZeugs aufmachte, wo der Treffpunkt für den Transfer zur Friedhofskapelle war, in der die Lesung mit Wolfgang Hohlbein stattfinden sollte. Außer Wolfgang und seinen Agenten war auch noch mein Piper-Kollege Thilo Corzilius mit Begleiterin dabei. Das Navi führte uns bis zum Völkerschlachtdenkmal und versagte dann den Dienst. Zum Glück war es nicht mehr weit, und wir wurden abgeholt und durch die Irrwege des Friedhofs hinter dem Denkmal gelotst.

Die Friedhofskapelle ist ein sehr beeindruckender Bau mit einer tollen Atmosphäre für eine Lesung. Ich durfte den Abend mit „Viktor Vau“ eröffnen, und diesmal lief es schon weitaus glatter als am Nachmittag. Auch das Gehirn passte problemlos zusammen. 😉 Nach mir las dann Wolfgang Hohlbein aus seinem neuen Buch „Infinity- Der Turm“. Viele Fragen hatten die Besucher anschließend nicht, sie wollten lieber ihre frisch gekauften Bücher signiert haben.

Zum Tagesabschluss hatte Piper zum gemeinsamen Abendessen im Pate Negra geladen, einem netten Restaurant mit spanischer Küche in der Karl- Liebknecht-Straße. Hier stießen noch Michael Peinkofer und Markus Heitz dazu, ebenso wie Daniela Knor und Siri Lindberg.

Kurz vor Mitternacht schlug dann der harte Kern noch in der Moritzbastei auf, einem gigantischen Kellergewölbe, in dem man sich gut verlaufen kann. Hier fand das traditionelle Messefest statt, und es waren jede Menge Autorinnen und Autoren an den verschiedenen Bars anzutreffen. Für Autogrammjäger wäre das ein wahres Fest gewesen. 😉

Kurz nach zwei Uhr morgens war der Tag dann für mich vorbei. Samstagmorgen habe ich dann noch einen kleinen Bummel durch die Leipziger Innenstadt gemacht, zumal auch die Sonne wieder schien.

Mir hat es in Leipzig sehr gut gefallen. Die Stadt war mir auf Anhieb sympathisch, und auch die Menschen, die ich getroffen habe, waren ausgesprochen freundlich. Auch die Messe war, obwohl sehr voll, eine positive Erfahrung. Ich habe ein paar Fans der Arthur-Bücher persönlich kennengelernt, viele nette AutorenkollegInnen getroffen, und vor allem über die vielen Jugendlichen gestaunt, die in teilweise ganz tollen Manga-Kostümen durch die Hallen streiften.

Im nächsten Jahr wäre ich gerne wieder dabei. 🙂

2 Gedanken zu „Mein Bericht von der Leipziger Buchmesse

  1. Ich würde mich auch freuen, wenn Sie im nächsten Jahr wieder dabei sind. Vielleicht habe ich ja dann wieder, wie vor der Arthur-Lesung am Freitag, Gelegenheit mit Ihnen zu plaudern 🙂

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