Lesung in Barcelona

Gestern Abend bin ich gegen Mitternacht aus Barcelona zurückgekehrt, wo ich an der Deutschen Schule aus den drei Arthur-Bänden und meinem ersten Buch, „Explosion in der Motorenhalle“, gelesen habe. Es war ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

Zuerst einmal die Schule selbst. Sie liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums auf einer Anhöhe, wo sich die hellen, flachen Schulgebäude an die Steigung schmiegen und einen wunderbaren Blick auf die Berge und die Stadt darunter erlauben. Ich hatte mit einer kleinen Schule gerechnet – aber Pustekuchen. 1.500 Schüler besuchen den Kindergarten und die Schule. 

Der positive Eindruck setzte sich im Inneren fort. Man fragt sich, warum es in unserem Land nicht möglich ist, solche Schulen zu bauen – freundlich, offen, großzügig.

Die erste Lesung aus „Explosion in der Motorenhalle“ fand vor vier Klassen der Jahrgangsstufe 4 statt. Es ging um Rudolf Diesel und seine Erfindung. Trotz der großen Anzahl von Kindern (es waren rund 100), war die Lesung sehr ruhig und angenehm. Nach einer kurzen Pause durfte ich dann die Preisträger eines Lesewettbewerbs auszeichnen, bevor es in die erste Arthur-Lesung ging.

Es folgte die Lesung aus „Arthur und die Vergessenen Bücher“ für die sechsten Klassen. Eine davon hatte sich besonders gründlich vorbereitet und mit viel Liebe verschiedene Tafeln zum Buch zusammengestellt. (Aus Datenschutzgründen habe ich die Gesichter der Schüler auf den folgenden Fotos unscharf gestellt – das ist kein Kamerafehler.)

Die Gewinner des Lesewettbewerbs mit ihren Urkunden und Preisen

Lesung aus "Arthur und die Vergessenen Bücher"

Schülerarbeit zu "Arthur und die Vergessenen Bücher"

Schülerarbeit zu "Arthur und die Vergessenen Bücher"

Die Schüler waren mit großem Interesse bei der Sache und löcherten mich anschließend mit Fragen. Dann waren die achten Klassen dran, bei denen es um den zweiten und dritten Band der Trilogie ging. Auch hier hatten etliche den zweiten Band mitgebracht, um ihn anschließend signieren zu lassen.

Lesung vor den achten Klassen

Beim Signieren

Da „Arthur und der Botschafter der Schatten“ zum Teil in Spanien spielt, sind in den Text auch einige spanische Sätze eingebaut. Prompt wies mich eine der Schülerinnen auf einen Fehler hin – so, wie ich das geschrieben hätte, würde das niemand sagen, abgesehen davon, dass ich „ser“ und „estar“ verwechselt hatte. Hier noch einmal vielen Dank für den Tipp – das wird in der nächsten Auflage gleich korrigiert. Andererseits gab es Lob dafür, wie ich das Alltagsleben in Spanien beschrieben habe, das sei wirklich gut getroffen.

Nach der Mammutlesung gab es dann am Abend eine Belohnung in Form eines Rundgangs durch das Altstadtviertel am Hafen mit Freunden, die in Barcelona leben und die uns ein paar sehr originelle Kneipen zeigten. Hier seht ihr mich mit ihnen gegen Mitternacht in einer Weinbar gegenüber der berühmten „Santa Maria del Mar“, deren Bau Ildefonso Falcones in seinem Roman „Die Kathedrale des Meeres“ so eindrucksvoll beschrieben hat.

Nachts an der Kathedrale des MeeresEin Besuch in Barcelona ist natürlich nicht vollständig ohne einen Blick auf die Sagrada Familia, die berühmte Kirche von Antonio Gaudí. Leider ist ein großer Teil derzeit eingerüstet und wird renoviert. Sie gleicht daher eher einer Baustelle.

Krane um die Sagrada Familia

Restaurierung am schwingenden Seil

Und nochmal Krane

Noch ein letzter Eindruck aus dieser wirklich fantastischen Stadt: In einem Buchladen nahe meinem Hotel, der sich wie ein langer Schlauch tief in das Gebäude hineinzieht, blickt man nach hinten durch eine Glaswand auf diesen Dschungel.

Dschungel hinter Buchladen

Leider war der Aufenthalt in Barcelona viel zu kurz. Ich habe nur einen Bruchteil der Stadt gesehen und werde auf jeden Fall wiederkommen.

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