Signierstunde in Duisburg

Am Samstag, den 15. Juni, werde ich von 12 bis 15 Uhr in der Buchhandlung Scheuermann in Duisburg am Sonnenwall für Fragen zur Verfügung stehen, Bücher signieren (in erster Linie meinen neuen Roman „Assassino“, der direkt käuflich erworben werden kann – ist schließlich eine Buchhandlung) und gerne auch Autogrammkarten, falls jemand nicht unbedingt ein Buch mitbringen oder kaufen will. Wer also in der Nähe wohnt und Zeit hat, kann gerne vorbeikommen.

Exklusiv: Zwei unveröffentlichte Kapitel aus „Assassino“

Als Autor schreibt man meistens mehr Text, als hinterher im Buch veröffentlicht wird. So enthielt mein Roman „Assassino“ ursprünglich einen Prolog, mit dem ich allerdings aus verschiedenen Gründen nicht besonders glücklich war. Ich habe daraufhin einen alternativen Prolog geschrieben, bevor ich mich entschlossen habe, dieses Vorkapitel ganz zu streichen.
Weil es vielleicht manche Leserin oder manchen Leser interessiert, was an Text so auf der Strecke bleibt, veröffentliche ich die beiden Versionen des gestrichenen Prolog heute hier im Blog. (Variante 1, Variante 2)
Warum schreiben überhaupt so viele Autoren einen Prolog? Ich glaube, häufig ist das Motiv der Wunsch, die Leser gleich auf den ersten Seiten mit Action zu ködern und danach die eigentliche Geschichte in Ruhe zu entwickeln. Auch beim Film fließt ja oft ein großer Teil des Budgets in die ersten Minuten, um die Zuschauer zu fesseln.
Gerade im Zeitalter des E-Books wird der Anfang immer wichtiger, weil man, zum Beispiel bei Amazon, vor dem Kauf die ersten 10-20 Seiten lesen kann, bevor man sich entscheidet. Wer da ruhig und traditionell anfängt, hat oft schon verloren.
Ich muss gestehen, dass dies auch mein Motiv ist. Den Prolog meines Romans „Rebellen der Ewigkeit“ hätte ich ohne Probleme auch später unterbringen können. Ähnlich ist es bei „Das Wörterbuch des Viktor Vau“. Und so hätte es auch in diesem Fall sein können, aber dann dachte ich, es geht auch ohne.
Mich würde Eure Meinung interessieren: Wenn Ihr den Assassino gelesen habt, meint Ihr, er wäre durch den Prolog bereichert worden oder nicht? Oder umgekehrt: Wenn Ihr ihn nicht kennt, würdet Ihr ihn aufgrund des Prologs lesen wollen?
Eines steht jedenfalls jetzt schon fest: Mein nächster Roman wird ebenfalls ohne Prolog auskommen.